Montagsmüdigkeit: Was hat es mit dem Montagsblues auf sich?

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Montagsmüdigkeit - MontagsbluesSchon der Comic-Kater Garfield hat seinem Hass gegenüber den Montagen offen Ausdruck verliehen und viele von uns, können diese Empfindung absolut nachvollziehen bzw. teilen seine Meinung. Aber warum ist das so?

Im Schlafmagazin stellen wir den Montag heute in den Mittelpunkt und widmen uns der Montagsmüdigkeit. Wir klären die Hintergründe, liefern eine Antwort auf die Frage, was es mit dem Montagsblues auf sich hat und geben Tipps dazu, was man tun kann, um die Montagsmüdigkeit zu beseitigen bzw. zu reduzieren.

Was ist Montagsmüdigkeit?

Am Montagmorgen fühlen sich die meisten von uns müder als an allen anderen Tagen der Woche. Diese besondere Montagsmüdigkeit hält sich dann bei vielen auch den ganzen Tag über und man hat das Gefühl, nicht wirklich die volle Leistung erbringen zu können. Dabei ist auch nicht selten die Stimmung tief im Keller, so dass die Rede von einem regelrechten Montagsblues ist.


Was hat es mit dem Montagsblues auf sich?

Man geht davon aus, dass viele Menschen das Wochenende – insbesondere den Sonntag – zum Ausschlafen nutzen. Dieses ist dann am anschließenden Montag nicht mehr möglich, was zu einer zwangsläufigen Umstellung des Schlafrhythmus führt, was vermutlich ein wesentlicher Grund für das Auftreten des sogenannten Montagsblues ist, der meist mit einer erhöhten Müdigkeit und eingeschränkten Leistungsfähigkeit einhergeht. Im weiteren Wochenverlauf sind die meisten dann wieder einigermaßen im Rhythmus drin.

Laut US-Forschern ist der Dienstag der beste Arbeitstag. Am Dienstag liegt der Montagsblues hinter uns und wir sind noch einigermaßen ausgeruht vom Wochenende. Ab Mittwochmittag verlässt uns die Tatkraft dann allmählich wieder. Am Donnerstag schweifen die Gedanken bereits wieder Richtung Wochenende ab und am Freitag sind wir quasi schon bei Dienstbeginn auf Feierabend und Wochenende eingestimmt.

Übrigens hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) herausgefunden, dass am Montag mehr Unfälle bei der Arbeit sowie auf dem Weg zur Arbeit passieren als an den übrigen Wochentagen. Die Begründung hierfür soll auch in der Montagsmüdigkeit bzw. im durch das Wochenende verschobenen Schlafrhythmus zu finden sein.

Statistisch ist es außerdem so, dass sich am Montag mehr Menschen arbeitsunfähig melden als an allen anderen Tagen der Woche und es sollen auch mehr Herzinfarkte an Montagen auftreten.

Darüber hinaus enthalten Mails und Briefe laut Statistik am Montag mehr Schreibfehler. Auch gekündigt wird am ersten Tag der neuen Arbeitswoche statistisch wesentlich häufiger als an den anderen Werktagen.

Der Begriff „Montagsauto“, der 2013 vom BGH geprägt wurde und für Neufahrzeuge verwendet wird, die herstellungsbedingte Qualitätsmängel aufweisen, trägt dem Montagsblues und der damit verbundenen Einschränkung in der Leistungsfähigkeit auch irgendwo Rechnung.


Tipps: Was kann man gegen Montagsmüdigkeit tun?

Montagsblues - Montagsmüdigkeit - TippsWer sich das Aufstehen am Montagmorgen etwas erleichtern möchte, sollte zum Beispiel bereits am Freitag alle wichtigen Arbeiten erledigen und keine unliebsamen Aufgaben über das Wochenende auf den Montag verschieben.

Außerdem ist es hilfreich, die neue Arbeitswoche bereits am Freitag durchzuplanen. Auf diese Weise bekommt man den Kopf für das anstehende Wochenende frei. Den „ungeliebten“ Montag sollte man mit möglichst einfachen und wenig anspruchsvollen Aufgaben versehen. So kann man einer Überforderung zum Wochenstart vorbeugen und sich den Start in die neue Arbeitswoche wesentlich erleichtern.

Damit man am Montag nicht gleich vom Chaos am Arbeitsplatz demotiviert wird, sollte man seinen Schreibtisch / Arbeitsplatz am Freitag aufräumen und sich alles gut sortiert für die neue Woche bereitlegen.

Am Sonntag sollte man sich voll und ganz auf das Entspannen und Genießen des Wochenendes fokussieren und keinen Gedanken an den anstehenden Montag oder die neue Arbeitswoche verschwenden. Man sollte sich am Sonntag erst zu Bett begeben, wenn man auch tatsächlich müde ist.

Das Outfit für den Start in die neue Woche legt man sich am besten bereits am Sonntagabend parat. Dazu bieten sich Lieblingsstücke an, die gerne auch etwas farbenfroher und so motivierender ausfallen dürfen.

Der Start in die neue Arbeitswoche sollte nicht damit beginnen, dass man aus dem Tiefschlaf gerissen wird. Um diesem vorzubeugen, kann die Nutzung eines so genannten Schlafphasenweckers sinnvoll sein, der zum Wecken eine Leichtschlafphase auswählt. Auf das teilweise sehr beliebte Drücken der Snooze-Taste am Wecker sollte man übrigens auch besser verzichten.

Tageslicht hilft dem Organismus beim Wachwerden. Also am besten mit nicht abgedunkelten Fenstern schlafen oder morgens direkt Vorhänge beiseite oder Jalousien hoch, um die Müdigkeit zu vertreiben.

Zeitdruck macht Stress und Stress macht schlechte Laune. Aus diesem Grund sollte man idealerweise so aufstehen, dass man keinen Zeitdruck hat, sondern sich ganz in Ruhe duschen und ankleiden kann. Auch die Tasse Kaffee oder das Frühstücksbrot schmecken besser, wenn man diese in Ruhe genießen kann.

Mit Musik gelingen die meisten Dinge besser, deshalb nach dem Aufstehen Playlist mit Gute-Laune-Songs abspielen, locker durch die Wohnung tanzen und durchaus auch mal herzhaft mitsingen. So kommt Bewegung in die Glieder und die Stimmung hebt sich.

Um den Kreislauf in Schwung zu bringen und auch die letzte Müdigkeit zu vertreiben, ist es ratsam, das Auto nach Möglichkeit öfter mal stehen zu lassen und den Weg zur Arbeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Damit der Wochenstart einen positiven Touch bekommt, lohnt es sich, sich für die Mittagspause oder auch den Feierabend etwas Besonderes vorzunehmen. Darauf kann man sich dann freuen und „erträgt“ die sonstigen Begleiterscheinungen des Montags etwas leichter.

Wer an den Ursachen für den Montagsblues arbeiten und nicht nur die typischen Symptome der Montagsmüdigkeit bekämpfen will, der müsste seine Arbeitszeiten an seinen Chronotypen bzw. Schlaftypen anpassen.

Es ist außerdem ratsam, das Schlafverhalten am Wochenende nicht zu verändern. Wer auch am Samstag und Sonntag zur gewohnten Zeit aufsteht und zur üblichen Zeit schlafen geht, dürfte normalerweise am Montag keine übermäßige Müdigkeit verspüren.


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Linda Liss

Als Social Media Managerin betreut sie seit 2021 die Social Media Kanäle u. a. von Betten.at und ist zudem als Autorin für das Schlafmagazin tätig.

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